Geschäftsmodell: Behandlung auf Verordnung vom Arzt

Unzählige Krankenkassen: Braucht man mit jeder einen Vertrag?

Die Anzahl der verschiedenen gesetzlichen Krankenkassen hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen und trotzdem gibt es 2015 immer noch über 150 verschiedene gesetzliche Krankenkassen.

Wenn man eine neue Praxis gründen will, stellt sich die Frage, ob man mit jeder einzelnen Krankenkasse einen Vertrag abschließen muss.

Dem ist zum Glück nicht so. Sie als zukünftiger Praxisinhaber treten Rahmenverträgen bei, die die Berufsverbände mit den jeweiligen Krankenkassen oder Zusammenschlüssen von Krankenkassen ausgehandelt haben.

Gruppierung der gesetzlichen Krankenkassen

Die Ersatzkassen - vdek

Der vdek als Bevollmächtigter seiner Mitgliedskassen schließt Verträge mit den Berufsverbänden der Leistungserbringer ab und regelt in diesen die Einzelheiten der Versorgung mit Heilmitteln, die Preise, deren Abrechnung und die Verpflichtung der Leistungserbringer zur Fortbildung.

Zu den Mitgliedskassen der vdek gehören:

  • Techniker Krankenkasse (TK)
  • Barmer GEK
  • DAK Gesundheit
  • Kaufmännische Krankenkasse (KKH)
  • Hanseatische Krankenkasse (HEK)
  • Handelskrankenkasse (HKK)

RVO-Kassen

Sammelbezeichnung für die Krankenkassen der Reichsversicherungsordnung, wie:

  • Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK)
  • Betriebskrankenkasse (BKK)
  • Innungskrankenkasse (IKK)
  • Bundesknappschaft
  • See-Krankenkasse
  • Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK)

Spielregeln kennen und aktiv nutzen

Sie haben die Qual der Wahl oder "Warum es sich lohnt genau zu prüfen, welchem Rahmenvertrag Sie beitreten". Die Berufsverbände handeln mit den Krankenkassen die Spielregeln für das Behandeln und Abrechnen der Leistungen für gesetzlich versicherte Patienten aus. Hier lohnt es sich genau hinzu schauen, um die besten Spielregeln für die eigene Praxis herauszufiltern. Unterschiede gibt es zum Beispiel bei den Möglichkeiten der Behandlungsunterbrechung, aber auch bei den Punkten, die Sie mit (oder ohne) Rücksprache mit dem verordnenden Arzt auf der (Rückseite) der Verordnung ändern dürfen.