Möglichkeiten der Fremdfinanzierung

Um den Bedarf an Kapital bei der Selbstständigkeit decken zu können, sind sowohl Eigenkapital als auch Fremdkapital möglich. Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, desto geringer sind die Finanzierungskosten und desto einfacher eine Fremdfinanzierung. Im Folgenden werden drei Möglichkeiten vorgestellt:

KfW-Gründerkredit

Bei der KfW gibt es das sogenannte „StartGeld“. Es werden bis zu 100.000 Euro finanziert. Die KfW übernimmt eine 80%ige Haftungsfreistellung gegenüber der Hausbank. Es werden Investitionen für die Existenzgründung innerhalb der ersten drei Jahre finanziert. Kreditlaufzeit von fünf oder zehn Jahren möglich, mit dementsprechend einem oder zwei Jahren tilgungsfreier Zeit.

ERP-Gründerkredit

Bei dem universellen Gründerkredit werden maximal 25 Millionen Euro finanziert. Es wird eine 50%ige Haftungsfreistellung des jeweiligen Kreditinstitutes. Die maximale Laufzeit beträgt 20 Jahre mit drei Jahren tilgungsfreier Zeit.

Gründungszuschuss

Der Gründungszuschuss wird von der Arbeitsagentur als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Voraussetzung dafür ist, dass der Gründer Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 hat. Zum Antrag muss außerdem eine „fachkundige Stelle“ (z.B. Banken, Steuerberater) die Tragfähigkeit des Unternehmens bestätigen. Die Förderhöchstdauer beträgt 15 Monate. In den ersten sechs Monaten gibt es monatlich die Höhe des Arbeitslosengeld 1 plus 300 Euro. Nach Ablauf der sechs Monate muss der Erfolg des Geschäftes bewiesen werden, um anschließend weiter mit 300 Euro monatlich finanziert zu werden