Eigene Ziele kennen

Warum interessieren Sie sich für das Thema Selbstständigkeit? Was sind Ihre konkreten persönlichen Ziele? Um dies herauszufinden, notieren Sie sich unter der Überschrift „Meine Ziele für die Selbstständigkeit“, was Sie erreichen wollen. Diese Ziele bilden den Rahmen Ihrer Planung für die Selbstständigkeit. Immer wieder werden Sie Situationen erleben, in denen Sie Entscheidungen treffen müssen, die Sie ohne genaue Kenntnis Ihrer langfristigen Ziele nicht treffen können: Wenn zum Beispiel ein Makler versucht, Ihnen größere Räumlichkeiten aufzudrängen, als Sie benötigen.

Wer seine eigenen Ziele kennt, erliegt nicht der Versuchung, sich „fremde“ Ziele aufschwatzen zu lassen.

Wenn es Ihnen schwer fällt, Ziele zu formulieren, dann nehmen Sie Papier und Stift und malen ein Bild von Ihrer Traumpraxis in 5 Jahren. Ob Sie wirklich malen oder das Bild mit Worten beschreiben, spielt eine eher untergeordnete Rolle.

Stellen Sie sich vor Sie feiern heute den 5. Praxisgeburtstag:

  • Wie alt sind Sie dann?
  • Haben Sie dann schon/noch Partner/ Kinder?
  • Wie groß ist Ihre Praxis?
  • Was für Therapiemethoden bieten Sie heute an?

Welche Entscheidung Erläutern Sie Ihren engsten Freunden oder Ihrem Partner das Ergebnis. Meistens entstehen aus solchen Übungen ziemlich exakte Zielvorstellungen. Diese werden Ihnen eine mögliche Zusammenarbeit mit anderen Therapeuten zum Beispiel in einer Praxisgemeinschaft erleichtern und Ihnen die nötige Selbstsicherheit geben, wenn Sie Mitarbeitern sagen sollen, wohin die Reise geht.

Sie wollen sich selbstständig machen? Ihr eigener Chef sein, selbst über Ihre Zeit verfügen und mehr verdienen als Angestellte?

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um Ihre persönlichen Ziele und Anforderungen zu definieren. Sammeln Sie die ersten Ideen für Ihre Praxis. Wer sind Ihre potentiellen Kunden, welche Praxen gibt es bereits im näheren Umfeld und was bieten diese an.

Schlussendlich führen Sie die gesammelten Informationen zu Ihrer Entscheidung:

  • "Ja ich gründe meinen eigenen Praxis!" oder
  • "Das ist mir zu viel Aufwand/ ein zu großes Risiko!"

Unternehmergeist ist gefragt

Sie wollen sich selbstständig machen? Ihr eigener Chef sein, selbst über Ihre Zeit verfügen und mehr verdienen als Angestellte?
Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um Ihre persönlichen Ziele und Anforderungen zu definieren. Sammeln Sie die ersten Ideen für Ihre Praxis. Wer sind Ihre potentiellen Kunden, welche Praxen gibt es bereits im näheren Umfeld und was bieten diese an. Schlussendlich führen Sie die gesammelten Informationen zu Ihrer Entscheidung:

  • "Ja ich gründe meinen eigenen  Praxis!" oder
  • "Das ist mir zu viel Aufwand/ ein zu großes Risiko!"

Das sollten Sie als Praxisgründer tun:

Führen Sie vor der Niederlassung eine Marktanalyse durch: Sie beschreiben Ihren künftigen Markt, analysieren die Kundenbedürfnisse, führen eine Konkurrenzanalyse durch und bestimmen den Standort der Praxis. Auf den Internetseiten des statistischen Bundesamts und bei regionalen Behörden finden Sie eine Fülle von Daten zu Ihrer Region: Einwohneranzahl, Altersstruktur, geplante Entwicklungen. Wie groß ist die Therapeuten- und Ärztedichte am geplanten Standort? Niedergelassene Ärzte spielen für eine Physiotherapiepraxis eine entscheidende Rolle. Clevere Existenzgründer binden diese frühzeitig in die Ideenfindung ein. Gibt es vielleicht gemeinsame Ziele? Möglichkeiten für gemeinsame Projekte? Welche Kooperationen zwischen niedergelassenen Ärzten und Therapeuten oder Fitnessstudios gibt es schon? Elektronische Telefonbücher und umfassende Adresslisten auf den Seiten der Kassenärztlichen Vereinigungen (www.kbv.de) machen die Suche einfach. Welche Krankenhäuser und Altenheime sind in der Nähe? Welche ambulanten und stationären Leistungsanbieter gibt es? Schulen? Hotels mit Wellness-Anlagen?  

Bei Ihrer Analyse sollten Sie vor allem Ihre Kunden gut kennen lernen. Wer sind sie? Wie lässt sich die Zielgruppe detailliert beschreiben (Alter, Geschlecht, Beruf, Einkommen etc.)? Was sind ihre Probleme und Bedürfnisse? Um dies herauszufinden, sollten Sie mit den Wunsch-Kunden reden. Die Handlungs- und Zahlungsbereitschaft Ihrer Kunden entscheidet über das Leben und Wachsen der neuen Praxis.

Fragen Sie Ihre aktuellen Patienten, ob die Therapie so überzeugend ist, dass sie dafür notfalls (wenn die GKV nicht mehr zahlt) selbst zahlen würden. Erkundigen Sie sich, welche Leistungen sie vermissen und was sie sich im Urlaub, bei Ärzten, in Fitness- und Wellness-Einrichtungen auf eigene Rechnung leisten. Gehen Sie offen an solche Gespräche heran, denn es geht nicht darum, dass Ihre Sicht der Dinge bestätigt wird, sondern dass Sie durch geschicktes Fragen neue Ideen und Anregungen erhalten.

Nach der Analyse sollten Sie Antworten haben:

  • Welchen Nutzen bietet Ihre neue Praxis den Kunden?
  • Warum ist sie besser als andere Praxen?

Wenn Sie das schriftlich fixieren, erleichtert es Ihnen die Entscheidung, ob Sie eine Praxis gründen sollten oder nicht.

Zu einer umfassenden Marktrecherche gehört nicht zuletzt auch eine systematische Analyse der auf dem Markt befindlichen Praxen. Sie brauchen einen Überblick über die Aktivitäten Ihrer künftigen Konkurrenten Vielleicht fällt Ihnen bei der Konkurrenzanalyse auf, dass es „Übernahmekandidaten“ gibt. Nicht immer ist die Praxisneugründung der sinnvollste Weg in die Selbstständigkeit. Zahlreiche Praxisinhaber suchen Nachfolger. Fragen Sie schriftlich an, ob es eine Möglichkeit zu Praxiskauf oder -übernahme gibt. Oder lassen Sie anfragen: Wenn der Brief von einem unbekannten Dritten aus einer entfernten Stadt kommt, müssen Sie sich nicht als Existenzgründer outen und können trotzdem abwägen, ob der Kauf einer Praxis betriebswirtschaftlich sinnvoller als eine Neugründung ist. Denken Sie daran: Der Topf der gesetzlichen Krankenversicherungen für Heilmittel ist begrenzt, und in den meisten Regionen Deutschlands gibt es mehr Therapeuten als notwendig. Durch die Übernahme einer bestehenden Praxis kann man unter Umständen sehr schnell Marktanteile gewinnen, die man sonst nur durch Verdrängungswettbewerb über Jahre erhält.

Mehr als 90% der Existenzgründer entscheiden sich dafür, eine Zulassung zur Behandlung von Kassenpatienten zu beantragen. Doch wägen Sie ab: Wann kommt die nächste Gesundheitsreform und was wird dann aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) gestrichen?

Während man sich früher auf die Umsätze der GKV-Patienten verlassen konnte, sollten Sie heute zusätzliche Geschäftsideen haben. Beginnen Sie also mit dieser grundsätzlichen Entscheidung: Kassenzulassung – ja oder nein?

Womit wollen Sie neben der Standard-Therapie Geld verdienen? Welche Dienstleistungen werden Sie anbieten? Was ist der Zweck Ihrer Praxis? Und was unterscheidet Ihre Praxis von den schon am Markt etablierten?

Viele Fragen sind zu beantworten und Ideen zu sammeln. 
Filtern Sie schon während der Informationssammlung gute Geschäftsideen heraus und entscheiden Sie, mit welchen Leistungen Sie Umsatz machen wollen.