Hilfe in Anspruch nehmen

Im Laufe der Planung sind Fragen aufgetaucht zu rechtlichen Aspekten, zur Kapitalbeschaffung und zur Zusammenarbeit mit Beratern. Hier sollte man sich nicht scheuen Hilfe in Anspruch zu nehmen. Berater, Banken und Behörden können hier weiterhelfen, die für einen richtige Entscheidung zu treffen.

Gute Berater sind wie gute Therapeuten

Die Gründung einer therapeutischen Praxis ist ohne Berater möglich. Aufgrund fehlender Erfahrungen werden Sie aber wahrscheinlich Fehler machen, die Zeit und Geld kosten. Die Entscheidung für oder gegen Beratung ist also nicht zuletzt auch eine Abwägung von Kosten und Nutzen. Helfen kann nur ein Berater, der Ihre Branche kennt (zwingendes Kriterium!), über reichlich Erfahrung verfügt und Ihnen schriftlich versichert, dass er für seine Empfehlungen keine Provision von Ausstattern oder Versicherungen erhält. Verträge mit Beratern müssen von Seiten des Kunden jederzeit oder mit angemessen kurzer Vorwarnung kündbar sein. Der Zwang zu monatelanger Nachberatung ist reine Geldschneiderei. Berater sollten so arbeiten wie gute Therapeuten, also als Coach die Ideen ihrer Klienten strukturieren und unterstützen. Gute Berater erwarten von Ihnen klare Vorgaben und begleiten Ihre Ideen kritisch und objektiv.

Bank finden

Nachdem Sie den Businessplan erstellt haben, vereinbaren Sie Termine bei mehreren Banken. Praxen werden von privaten Geschäftsbanken praktisch nicht finanziert, so dass sich Termine bei ihnen nur für einen Testlauf empfehlen. Geeignete Ansprechpartner für therapeutische Existenzgründungen sind regional tätige Banken. Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken kennen sich mit solchen Projekten aus und haben teils sogar Firmenkundenbetreuer, die sich auf Freiberufler spezialisiert haben. Beim Banktermin sollten Sie sich als Existenzgründer nicht „verbiegen“, sondern sich sowohl im Thema als auch in Ihrer Kleidung wohl fühlen. Nehmen Sie das Bankgespräch als einen Verkaufstermin, bei dem der Banker Ihre Begeisterung und Ihren Elan spüren sollte.