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Jeder vierte AOK-Versicherte über 60 erhielt 2014 Heilmittel

Der Heilmittelbericht des Wissenschaftlichen Instituts der AOKen beschreibt die Heilmittelverordnungen aller gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland aus dem Jahr 2014. Die Ausgaben für Heilmittel sind gestiegen, machen aber nach wie vor weniger als drei Prozent der Leistungsausgaben der GKV aus.

Veröffentlicht am: 15.01.16

Vor allem ältere Menschen nehmen dem Heilmittelbericht der AOKen zufolge Heilmittel in Anspruch. Im Jahr 2014 erhielten 28,6 Prozent der AOK-Versicherten ab 60 Jahren eine Heilmitteltherapie. Unter Erwachsenen von 20 bis 59 Jahren waren es 15,8 Prozent, unter Kindern und Jugendlichen 10,3 Prozent. Bei Pflegebedürftigen ab 60 Jahren war der Anteil mit 42,3 Prozent noch wesentlich höher.

Die weitaus meisten der Heilmittel – 84,6 Prozent – wurden in der Physiotherapie verordnet. Das entspricht etwa 36,9 Millionen Heilmittel-Verordnungen und fast 251 Millionen einzelner Behandlungen, mit einem Gegenwert von 4,17 Milliarden Euro. Im Schnitt erhielt jeder GKV-Versicherte 82,12 Euro für Heilmittel.

Der gesamte Heilmittelumsatz für die 70,3 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland betrug 5,77 Milliarden Euro (2013: 5,36 Milliarden Euro). Heilmittel machten somit 2,94 Prozent der Leistungsausgaben der GKV aus, die sich auf insgesamt 193,6 Milliarden Euro belaufen.

Die Daten für die Studie entnimmt das Wissenschaftliche Institut der AOKen aus dem GKV-Heilmittel-Informations-System sowie dem Heilmittel-Informations-System der AOKen.