Honorarvereinbarungen

Mit den buchner Honorarvereinbarungen legen Sie bereits vor Therapiebeginn Ihre Preise fest. Und hinterher kann sich kein Patient darüber beschweren, dass er nicht gewusst hätte, was Ihre Therapie wert ist. Dieses professionelle Vorgehen gibt Ihnen Sicherheit und Selbstbewusstsein beim Durchsetzen Ihrer Privatpreise.

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Behandlungsvertrag abschließen: Gesetzliche Pflicht zur wirtschaftlichen Aufklärung

Mit dem sogenannten Patientenrechtegesetz ist seit 2013 im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) festgelegt, dass Patienten vor Beginn der Behandlung über die voraussichtlichen Kosten aufgeklärt werden müssen. Und zwar immer dann, wenn der Behandelnde weiß, dass eine vollständige Übernahme der Behandlungskosten durch einen Dritten, also zum Beispiel die Krankenkasse nicht gesichert ist. Selbst berechtigte Zweifel des Therapeuten daran, dass die Kosten vollständig übernommen werden, reichen schon aus: Wenn sich „aus den Umständen hierfür hinreichende Anhaltspunkte“ ergeben, ist der Therapeut verpflichtet den Patienten vorab darüber zu informieren, heißt es dazu im Patientenrechtegesetz. Übrigens, die wirtschaftliche Aufklärungspflicht ist nicht neu. Schon lange haben Gerichte entschieden, dass Patienten das Honorar nicht zahlen müssen, wenn sie darauf vertrauen durften, dass die Krankenkasse oder Beihilfe die Kosten vollständig übernimmt.

Behandlungsverträge in Textform erleichtern Beweislast
Das BGB legt fest, dass Patienten die voraussichtlich anfallenden Kosten mitgeteilt werden müssen. Das Gesetz schreibt hierfür ausdrücklich die „Textform“ vor. Die Information muss also schriftlich erfolgen, beispielsweise in Form eines Kostenvoranschlages oder besser noch als Honorarvereinbarung. Zwar verlangt das Gesetz nicht ausdrücklich einen Vertrag zwischen Therapeut und Patient, allerdings muss der Therapeut bei einem späteren Streit beweisen, dass er seiner Aufklärungspflicht nachgekommen ist. Das lässt sich mit einem schriftlichen Behandlungsvertrag gut belegen. Denn diesen unterschreibt der Patient und dokumentiert so seine Zustimmung.

Fehlende Aufklärung kann das Honorar kosten
Nicht jeder Therapeut kennt jeden Tarif der Privaten Krankenversicherung. Insofern kann man auch nicht erwarten, dass ein Behandler immer weiß, welche Versicherung das Honorar in welcher Höhe erstattet. Dennoch gilt die Aufklärungspflicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, stellt deshalb die Regel auf: Keine Behandlung ohne Honorarvereinbarung. Denn wer als Therapeut nicht nachweisen kann, dass er den Patienten vor Beginn der Behandlung entsprechend aufgeklärt hat, riskiert unter Umständen sein gesamtes Honorar.

Informationspflicht des Therapeuten in § 630c, Absatz 3 BGB

"Weiß der Behandelnde, dass eine vollständige Übernahme der Behandlungskosten durch einen Dritten nicht gesichert ist oder ergeben sich aus den Umständen hierfür hinreichende Anhaltspunkte, muss er den Patienten vor Beginn der Behandlung über die voraussichtlichen Kosten der Behandlung in Textform informieren. Weitergehende Formanforderungen aus anderen Vorschriften bleiben unberührt.“

Privatpreise durchsetzen 
Therapeuten leisten großartige Arbeit - kein Grund, sich unter Wert zu verkaufen. Wer Therapie für Privatpatienten anbietet, muss sich selbst überlegen, welchen Preis er für seine Leistung verlangen will und durchsetzen kann. Im Gegensatz zur Situation beim Arzt oder beim Zahnarzt gibt es für Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten sowie Podologen keine amtliche Gebührenordnung. Aus diesem Grund muss der Preis zwischen Therapeut und Privatpatient frei verhandelt werden. Doch oft ist es den Privatpatienten ganz egal, was sie im Honorarvertrag unterschrieben haben, wenn die PKV nicht erstattet, dann wollen die Privatpatienten auf keinen Fall privat zahlen. Die beihilfefähigen Höchstsätze seien schließlich der „übliche" Preis, argumentieren PKV und die Privatversicherten und versuchen immer wieder die Preise für erstklassige Therapie zu drücken! Eine Art Praxis-AGB – Allgemeine Geschäftsbedingungen für Therapiepraxen – kann helfen, der Honorarvereinbarung einen verbindlichen Rahmen zu geben. Die fehlende amtliche Gebührenordnung im Bereich der Heilmittel führt immer wieder zu Unklarheiten im Umgang mit Privatpatienten. Denn eine Honorarvereinbarung allein klärt noch lange nicht alle Fragen, die zwischen Privatpatient und Therapiepraxis aufkommen können. Unsere Honorarvereinbarungen nehmen Bezug auf die etablierten Gebührenübersichten zur Privatpreisgestaltung, „GebüTh (für Therapeuten)“ und „GebüH (für Therapeuten mit Heilpraktiker/sektoralem Heilpraktiker)“, um Sie bei einer transparenten Preispolitik zu unterstützen. 

Der Preis ist abhängig von der therapeutischen Leistung
Eine amtliche Gebührenordnung für Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten gibt es nicht. Das Kartellamt findet, dass die Berufsverbände sich zu den Privatpreisen nicht äußern dürfen. Bleibt also nur, einfach mal nachzufragen und zu dokumentieren, wie Privatpreise für Heilmitteltherapie in Deutschland zu Stande kommen. Die Gebührenübersicht für Therapeuten macht das seit 2007/2008 regelmäßig und zeigt wie Preise üblicherweise ermittelt werden.